Saturday, 12. January 2008 0:01
Am Wochenende fand das alljährliche große Familientreffen statt. Wie jedes Jahr am ersten Wochenende nach Sylvester. Knapp 500 Familienangehörige waren angereist. Meine königlichen Verwandten aus Südamerika waren da. Einen Großteil der Anwesenden machte aber mein sizilianischer Familienzweig aus. Ein anderer Teil meiner Verwandtschaft verstreut sich über die ganze Welt, so dass auch einige Cousins und Cousinen aus den USA und aus Kanada da waren und mein Großonkel samt Familie aus Japan.

(© Da Cut)
Diesmal trafen wir uns in einem alten Schloss in Süddeutschland statt. Aus Sicherheitsgründen kann ich den genauen Ort nicht nennen, aber er ist relativ bekannt. Prunkvolle Säle mit Kronleuchtern und Parkett, kunstvollen Stuckdecken und mit goldenem Prokat verkleidete Wände – darin feierten wir zweieinhalb Tage lang, tauschten Familiengeschichten aus und besprachen die ein oder andere geschäftliche Verbindung. Der Rahmen war diesmal wirklich aussergewöhnlich. Meine Ur-Ur-Ur-Großmutter Nepomucena hätte sich bestimmt sehr über das Schloss gefreut. Sie war nämlich eine echte Maya-Prinzessin.
Meine Ur-Ur-Ur-Großmutter Nepomucena stammte aus einer alten Königsfamilie der Mayas. Sie traf einen deutschen Missionar, den sie heiratete und mit dem sie nach Lübeck zog. Aber nicht nur die evangelischen Missionare meinten dort in Südamerika dem Seelenheil nachhelfen zu müssen. Auch die Katholiken sorgten sich darum. Und so kam es, dass ein katholischer Priester sich unsterblich in die Schwester meiner Ur-Ur-Ur-Großmutter, in Ignacia, verliebte, so sehr, dass er seinen Dienst quittierte, um sie zu heiraten. Das brachte ihm natürlich ziemlichen Ärger mit der katholischen Kirche ein, die ihn nicht nur vom Dienst suspendiert, sondern auch noch exkommunizierte. Daraufhin entschloss er sich, dahin zurück zu gehen, wo er herkam, nämlich aus Sizilien, genauer aus Corleone. Ignacia ging mit ihm und sie lebten dort glücklich und zufrieden, so weit ich weiß, bekamen 9 Kinder und begründeten einen Familienclan, der später weltberühmt wurde. Auch wenn er nicht mehr als Priester tätig sein durfte, kümmerte er sich in Corleone – so wird erzählt – sehr um seine Mitmenschen. Für einen kleinen “Obolus” hörte er sich ihre Sorgen und Nöte an und schuf tatkräftig Abhilfe – nicht immer auf die vornehme Art, doch sehr erfolgreich. Und so war er bald ein sehr respektierter Mann. Einen Teil meiner Familienstory kennen vielleicht einige von euch, als ich unter dem Namen Donna Maya zusammen mit meine Cousine Donna Neda als DJ-Team “Die Patinnen Teil II” unterwegs war.


(© Da Cut)
Des Weiteren gibt es noch eine andere Schwester meiner Ur-Ur-Ur-Großmutter, Maria de la Concepcion Palacios y Blanco, deren Sohn ebenfalls Geschichte schrieb: Simon Bolivar. Ich könnte jetzt noch ein paar mehr Namen der Anwesenden nennen – davon später mal mehr… Zugegebenermaßen kann ich bei knapp 500 Anwesenden nicht sagen, dass ich alle persönlich kenne, aber doch die Meisten. Auch wenn es das Köngreich meiner Ur-Ur-Ur-Großmutter so nicht mehr gibt, es existiert doch noch weiter in unserer Familie… und es gibt einige Traditionen, die bis heute bei uns zelebriert werden.
Natürlich habe ich dort auch aufgelegt. Wenn ihr den Mix hören wollt, der viele DnB Classics und Jungle Tunes enthält, schickt mir eine Email mit dem Stichwort “Royal Family Mix”, dann erhalten ihr den kostenlosen Download-Link.
(Fortsetzung folgt)