Gema: 600% prozentige Gebührenerhöhung für Livekonzerte?
Bitte sendet diesen Aufruf an alle Musiker, Veranstalter und
„Livemusik-Sympathisanten“, damit bis zum 17.Juli 50.000 Unterzeichner
zusammen kommen. Sonst wird die Gema ihre Gebühren für Livemusik
Veranstaltungen um 600 (sechshundert!!!) Prozent erhöhen, ohne eine Kontrollinstanz des Parlaments passieren zu müssen. Wir dürfen diese Selbstherrlichkeit nicht zulassen sonst gibt es keine Chance für Bands und Veranstalter. Deshalb haben einige Menschen eine Petition beim deutschen Bundestag
eingereicht, auf dass dieser die Abrechnungsmethode der GEMA überprüfe. Nicht nur Musiker sondern alle können diese Petition unterschreiben.
Die Begründung der Gema für die Gebührenerhöhung lautet sinngemäß, dass die Internet-Piraterie
Schuld an der Misere ist. In Wirklichkeit ist es so, dass die Abrechnungsmethoden der GEMA
jahrzehntelang gut funktioniert haben, aber für das neue Internet-Zeitalter nicht zeitgemäß sind. Es ist so, dass die Umsätze und Gewinne aus dem Verkauf von Tonträgern seit einigen Jahren massiv eingebrochen sind. Die GEMA kriegt das natürlich auch zu spüren und setzt nun auf den einzigen Musik-Sektor, in dem überhaupt noch Geld zu verdienen ist, nämlich die Live-Musik.
Das Thema wird nur dann auf die Tagesordnung des Parlaments kommen, wenn bis 17.Juli 2009 50.000 Unterschriften zusammen gekommen sind. Also, bitte reagiert sofort und motiviert so viele wie nur möglich, damit das Handeln der GEMA überprüft wird.
Wenn die GEMA wie beabsichtigt ihre Gebühren für den Livesektor um 600% erhöht, bedeutet dies:
- Auch die kleine Coverband von nebenan, die nur ab und an einen Gig hat, wird das zu spüren bekommen und letztlich überhaupt keine Möglichkeiten mehr haben, aufzutreten.
- Veranstalter können sich die Erhöhungen nicht mehr leisten und buchen immer weniger Bands.
- Konzerttickets werden sehr viel teurer.
Um die Petition online beim Bundestag zu unterzeichnen, muss man sich registrieren. Klickt dazu einfach auf folgenden Link:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4517
1. Wenn ihr euch auf der Seite befindet, seht ihr oben links ein fett gedrucktes Feld mit der Bezeichnung “REGISTRIEREN”. Ohne geht es leider nicht! Da bitte draufklicken.
2. Nach der Registrierung bekommt ihr eine Bestätigungsmail, in der sich ein Bestätigungs-Link befindet. Da ebenfalls draufklicken und ihr seid registriert.
3. Nun geht ihr wieder auf den Link, den ich euch oben hereinkopiert habe und klickt auf das Feld “Mitzeichnen”. Das ist dann eure “Unterschrift”. Bitte macht das sofort, wir haben nicht mehr viel Zeit
Text der PetitionDer Deutsche Bundestag möge beschließen….dass das Handeln der GEMA auf ihre
Vereinbarkeit. mit dem Grundgesetz, Vereinsgesetz und Urheberrecht überprüft
wird und eine umfassende Reformierung der GEMA in Hinblick auf die
Berechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter, die Tantiemenberechung für die
GEMA-Mitglieder, Vereinfachung der Geschäftsbedingungen, Transparenz und
Änderung der Inkasso-Modalitäten vorgenommen wird.
Begründung:
Das Ziel dieser Petition ist nicht die Abschaffung der GEMA, denn geistiges
Gut ist schützenswert und die Künstler, sprich die GEMA-Mitglieder und
Mitglieder anderer Verwertungsgesellschaften sollen zu ihrem Recht kommen.
Leider werden die GEMA-GESETZE weder der Musik im Allgemeinen und schon gar
nicht der großen Mehrheit ihrer eigenen Mitglieder gerecht.
Zur Gebührenberechnung für Kleinveranstalter legt die GEMA folgende drei
Punkte zu Grunde: Raumgröße, Höhe des Eintrittgeldes und GEMA-Pflicht für
die gesamte Veranstaltung ab einem GEMA-pflichtigen Musikstück. Die
durchwegs zu hohen Gebühren zwingen Kleinveranstalter die Anzahl der
Konzerte zu reduzieren. Viele veranstalten gar keine Konzerte mehr.
Dem gegenüber werden die Künstler-Tantiemen nach dem so genannten,
hochkomplizierten Pro-Verfahren berechnet und der Hauptanteil der
GEMA-Einnahmen landen in einem so genannten „großen Topf“.
Auch viele Künstler sind deshalb in ihrer Existenz bedroht: zu wenig
Auftrittsmöglichkeiten und zu geringe Tantiemen.
Auf Grund der so genannten „GEMA-Vermutung“ verpflichtet die GEMA die
Veranstalter auch urheberrechtlich ungeschütztes Material zu melden, was mit
einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden ist. Wenn ein Konzert nicht
gemeldet wird, erhebt die GEMA eine so genannte Recherche-Gebühr von 100 %
der festgelegten GEMA-Gebühren ohne vorherige Mahnung und ohne Kenntnis, ob
GEMA-pflichtige Werke aufgeführt und ob dieses Konzert überhaupt
stattgefunden hat.
All diese Probleme belasten die deutschlandweite Life-Kultur.
Die GEMA wird zunehmend vom „Kultur-Schützer“ zum „Kultur-Vernichter“.
